Was hat Dantes Göttliche Komödie mit Sachsen zu tun?

In einem früheren Beitrag habe ich den Einweihungsweg, der in Dantes Göttlicher Komödie geschildert wird, mit dem Weg des Doktor Faust bei Goethe verglichen. Heute geht es darum, was die Göttliche Komödie mit Sachsen verbindet.

Die Antwort ist ziemlich einfach: Johann von Sachsen (geboren 1801 in Dresden, gestorben 1873 in Pillnitz) hat sie übersetzt; ein wesentlicher Teil dieser Arbeit wurde auf Schloss Weesenstein unternommen. Dabei verwendete Johann das Pseudonym Philaletes („Freund der Wahrheit“). Sein Beiname Der Wahrhaftige ist davon abgeleitet.

Jugendbildnis des Königs Johann von Sachsen (Stahlstich von 1831)

Johann förderte die sächsische Akademie der Wissenschaften und gründete den Königlich Sächsischen Verein zur Erforschung und Erhaltung vaterländischer Altertümer (1824) sowie die Zeitschrift Neues Archiv für Sächsische Geschichte (1863). Johann war jedoch nicht unumstritten: Bei einem Besuch in Leipzig 1845 demonstrierte die Bevölkerung gegen ihn, das Militär schoss auf Demonstranten.

1865 gründete Johann Heinrich Friedrich Karl Witte in Dresden die Deutsche Dante-Gesellschaft; König Johann von Sachsen fungierte als Schirmherr. Sie bezeichnet sich selbst als älteste aller bestehenden internationalen Dante-Vereinigungen. Ihr Gründungsjahr fiel auf Dantes 600. Geburtstag (der Dichter lebte von 1265 bis 1321).

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Ein Gedanke zu „Was hat Dantes Göttliche Komödie mit Sachsen zu tun?

  1. Anlässlich des erwarteten Weltunterganges am 21.12.2012 twitterte jemand sinngemäß: Jetzt noch schnell Dante lesen, damit ich weiß, was danach kommt.

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