Jethro Tull: Das dünne Eis des neuen Tages / Karma-Auflösung

Ein Klassiker vom Album War Child von 1974 (ebenfalls enthalten auf dem Live-Album Bursting Out aus dem Jahr 1978):

Die zweite Strophe lässt mich an Karma-Auflösung denken:

„So as you push off from the shore,
won’t you turn your head once more —
and make your peace with everyone?
For those who choose to stay,
will live just one more day —
to do the things they should have done.“

Er stößt sich vom Ufer ab – vielleicht löst er sich von den Bindungen an diese Welt? Er macht seinen Frieden, akzeptiert alles so, wie es ist, und lässt los.

Diejenigen, die sich entschließen zu bleiben, leben noch einen Tag – vielleicht noch eine Inkarnation, ein Leben? Dort werden sie erneut mit den in diesem Leben ungelösten Themen konfrontiert.

Für eine spirituelle Interpretation spricht auch, dass von „Universal Mind“ (Weltengeist?) gesprochen wird.

Der Schluss spricht mich ebenfalls an:

„Do you ever get the feeling …
… that everybody’s on the stage,
and it seems like you’re the only person
sitting in the audience?“

Während die Menschen rundherum „alles normal finden“ und ihre Rollen spielen, empfindet jemand alles als Theaterstück. Das erinnert an Rilkes „Leben ist so nur der Traum eines Traumes, aber Wachsein ist anderswo.“, an Shakespeares „All the world’s a stage, / And all the men and women merely players.“ sowie an den Film Matrix.

Hier gibt’s den vollständigen Text.

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