Spiritueller Film: Truman Show

1998 erschien die  „Truman Show“ von Regisseur Peter Weir mit Jim Carrey in der Hauptrolle. Für mich steht der Film in einer Linie mit Filmen wie Matrix und 13th Floor. Ich konnte gut nachempfinden, wie sich das Gefühl „Da stimmt etwas nicht“ mehr und mehr verstärkt.

Alle Menschen in Trumans (ein Wortspiel: true man = echter, wahrer Mensch) Umfeld, angefangen von seiner Familie, sind Schauspieler.

Hier der deutschsprachige Trailer:

Truman erkennt, dass er in einer Scheinwelt lebt

Nach und nach erkennt Truman, dass er in einer Scheinwelt lebt.

Meine Lieblingsszene ist im folgenden Ausschnitt enthalten (Höhepunkt bei Minute 3:40): Er erreicht die Grenze der Welt, als er durch die Leinwand sticht: eine echte Grenzerfahrung.

 

Ein ermutigendes Zitat für alle, die dem göttlichen Funken in ihrem Herzen die Freiheit schenken wollen, dem „Juwel in der Lotosblüte“, die wirklich bereit sind, alle Bindungen an diese Welt preiszugeben:

„Er könnte diese Welt jederzeit verlassen. Wenn es mehr ist als nur eine vage Absicht, wenn er absolut entschlossen ist, die Wahrheit herauszufinden, dann können wir ihn nicht davon abhalten.“

Trumans Exfrau Lauren wollte ihm die Wahrheit über seine Welt sagen und wurde daraufhin aus der Show entfernt.

Der Schöpfer von Trumans Welt fügt während eines Telefonats mit Lauren dem obigen Zitat hinzu:

 „Ich glaube, was Ihnen Sorgen macht, Anrufer, ist, dass Truman lieber in seiner Zelle bleibt, wie Sie es nennen.“

Die Schauspieler versuchen immer wieder, Truman davon abzubringen, seiner Lebensrealität auf den Grund zu gehen. Das erinnert mich daran, wie „realistische“ Erwachsene Kindern (und Jugendlichen! Und anderen Wahrheitssuchern) mit „Realitätssinn“ ihre Flausen auszutreiben versuchen. Man lebt einfacher, wenn man gut angepasst ist.

Meryl:

„Liebling, Du willst ein Entdecker sein.

Das geht vorbei. Wir alle denken ab und zu mal so.“

Parallelen zur gnostischen Sichtweise

Man kann in dem Film viele Parallelen zur gnostischen Sichtweise finden. Nur einige Beispiele:

  • Der Mensch als Mikrokosmos, als Welt im Kleinen: symbolisch dargestellt mit der Kuppel, unter der sich die extra für Truman angelegte Welt befindet
  • Die Stimme seines Erschaffers kann man als die Stimme des „Höheren Selbstes“ sehen, des Aurischen Wesens, das die Essenz der karmischen Erfahrungen enthält. Es wird mit dem Karma auf dem befreienden Weg aufgelöst. Deshalb versucht diese Stimme wie der Regisseur der Show, den Freiheitssucher von seinem Weg abzuhalten: Lass lieber alles so, wie es ist. Alle scheinbar „äußeren“ Widerstände befinden sich letztlich im Menschen selbst.
  • Die sichtbare Welt ist wichtig als Erfahrungsschule, aber sie ist nicht die wirkliche Heimat des Menschen, jedenfalls seines tiefsten Wesenskerns. Sie kann seine Sehnsucht nicht erfüllen.

Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

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2 Gedanken zu „Spiritueller Film: Truman Show

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